Ein Beispiel:
Im Radiotest 2001 haben Sie eine Marktanteils-Zählung gemacht. Nun ist der RT 2001/2002 erschienen und sie importieren diese Zählung. ZERVICE akzeptiert den Import ohne jede Warnung - trotzdem ist die Zählung falsch.
Sie schauen sich die einzelnen Definitionen an und bemerken, dass diese so ähnlich aussehen:
Hördauer
Die Importfunktion in ZERVICE dient dazu, Ihnen doppelte Arbeit zu ersparen. Was einmal definiert wurde, soll - wenn möglich - nicht nochmal definiert werden müssen.
ZERVICE kann eine Variable (also eine Frage) entweder importieren oder nicht. Hat sich eine Frage in der Codierung geändert (z.B.: Bildung hatte früher vier Ausprägungen, jetzt aber fünf), dann kann sie nicht importiert werden, obwohl es die Frage in beiden Datenbeständen gab.
Die Hördauer ändert sich in jedem Datenbestand in der Codierung. Für "Radio gesamt" gibt es meist jede mögliche Hördauer - dort ändert sich also eher nichts. Für alle anderen Sender gibt es aber eine bestimmte Dauer (z.B. 16 h 15 min) in einem Datenbestand, im nächsten gibt es dafür eine andere (z.B. 16 h 30 min) und im übernächsten gibt es sie doch wieder.
Streng genommen müssten wir die Hördauer von der Übersetzung ausschließen. Dann müßten Sie aber die Marktanteile jedesmal neu definieren.
Deshalb haben wir uns entschlossen den Import zuzulassen, weil üblicherweise niemand wissen will, welche Leute genau "16 h 15 min" Radio gehört haben. Das Interesse gilt der durchschnittlichen Hördauer, nicht einer speziellen.
Die durchschnittliche Hördauer wird aber am einfachsten mit "größer gleich Rest/k.A." definiert (wenn ich die Nichthörer dabei haben will) bzw. mit "ungleich Rest/k.A.", wenn ich die Nichthörer nicht dabei haben will. Wenn Sie diese Definitionen verwenden, gibt es bei der Übersetzung keine Schwierigkeiten.
Die durchschnittliche Hördauer kann aber auch definiert werden, indem Sie jede vorhandene Hördauer aufzählen (mit <Erweitern>). Diese Art des Definierens ist umständlicher, rechenaufwendiger, unübersichtlicher und vor allem: Diese Definition kann nicht fehlerfrei übersetzt werden, denn die konkret vorhandenen Hördaueren ändern sich ständig, wie wir gehört haben.
Also: Verwenden Sie in Definitionen keine einzelnen, speziellen Hördauern, sondern definieren Sie mit "größer gleich" bzw. "ungleich". Wenn das nicht möglich sein sollte, dürfen Sie die Import-Funktion nicht verwenden (bzw. Sie müssen den Import nochmal kontrollieren).
Problemfall Alter
Etwas ähnliches gibt es übrigens auch beim Alter:
In der Variable Alter ist jede einzelne Variable aufgezählt. Manchmal gibt es 92-jährige aber keine 93-jährigen und in anderen Jahren ist es umgekehrt.
Wenn Sie das durchschnittliche Alter definiert haben, indem Sie jedes einzelne Jahr aufgezählt haben, dann wird der Import fehlerhaft sein. Definieren Sie also das durchschnittliche Alter mit "größer gleich 14" (MA) bzw. "größer gleich 10" (RT).
Wenn Sie das Alter in Klassen zusammengefaßt haben und die oberste Klasse mit "größer 65 und kleiner 99" definiert haben wird die Definition fehlerfrei übersetzt, selbst wenn im neuen Datenbestand niemand mit 99 Jahren vorhanden war. Zwar zeigt in diesem Fall ZERVICE die 99 Jahre mit Fragezeichen an, rechnet aber richtig mit "kleiner gleich 99".
Wenn Sie die oberste Klasse mit "größer 65 und kleiner 93" definiert haben (weil niemand älter als 93 war), im nächsten Jahr aber eine Person 94 ist, dann wird - bei einer importierten Zählung - die 94-jährige Person nicht mitgezählt.
Definieren Sie also die oberste Altersklasse besser nur mit "größer gleich 65". Damit vermeiden Sie jegliches Problem.
Am unteren Ende (größer gleich 10/14) gibt es kein Problem, weil sich das untere Ende nicht verändert.
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